Kampf um Rechte: Workshop "G8 & Migration": BUKO (Mai 2006): dt.

Kampf um Rechte: Wir laden ein zum Workshop
"migrationspolitische Aktivitäten und G8" auf dem
BUKO29.

Zeit und Ort: Samstag, 26. Mai 2006 an der TU-Berlin,
14.00 Uhr.

Unter dem Motto „Freedom of Movement“ fand 2001
anlässlich der Proteste gegen das G8 Treffen in Genua
eine migrationspolitische Großdemonstration statt.
Diese ist von einem sehr breiten Spektrum getragen
worden, ihre Größe und Ausstrahlungskraft ist
dementsprechend beeindruckend gewesen. In Anlehnung
hieran fanden bei allen weiteren Gipfelmobilisierungen
ebenfalls migrationspolitische Aktionstage statt.
Weder die Aktionstage in Evian 2002 noch die unter dem
Motto „Make Borders History“ veranstalteten Rundgänge
in Glasgow 2005 konnten jedoch an Größe, migrantischer
Beteiligung, Schlagkraft und Nachhaltigkeit an die
GroßDemonstration in Genua anknüpfen.
2007 treffen sich die Staats- und Regierungschefs acht
der (laut Selbstauskunft) mächtigsten Länder der Welt
in Heiligendamm. Dieses Treffen möchten wir nutzen, um
im Rahmen der Mobilisierung gegen den G8Gipfel ein
deutliches Zeichen globaler Solidarität zu setzen und
in Anlehnung an die Großdemonstration in Genua einen
Aktionstag für globale Rechte zu organisieren. Auf
Grundlage des Aufrufs verschiedener antirassistischer
und migrantischer Gruppen aus dem NoLagerNetzwerk
haben sich bereits zahlreiche Gruppen dafür
ausgesprochen, einen Aktionstag zum Thema Migration zu
organisieren (u.a. glocals Hanau, sixhills Berlin,
Nolager Bremen, Arbeitsschwerpunk Weltwirtschaft/BUKO
und Fels). Das Thema soll so zu einem wichtigen Teil
der Gegenmobilisierung gemacht werden, auch auf dem im
Sommer 2007 geplanten G8Gegengipfel.
Zuletzt kamen auf der großen Aktionskonferenz in
Rostock (25.26.03.06) VertreterInnen unterschiedlicher
Organisationen, Initiativen und Spektren in der „AG
Migration“ zusammen,um Grundzüge der Mobilisierung
rund um das Thema Migration zu diskutieren. Ging es
hier zunächst darum, sich kennen zu lernen und den
Austausch über unterschiedliche Positionen und Zugänge
zum Thema zu beginnen, sollen nunmehr auf dem BuKo
2006 die Debatten in einem Workshop fortgeführt und
weitere Eckpunkte der Mobilisierung ausgelotet werden.
Bei der Aktionskonferenz haben sich in der Diskussion
zwei inhaltliche Bereiche als wichtig
herauskristallisiert: einerseits der Brückenschlag von
lokalen Flüchtlings und MigrantInnenKämpfen (z.B.
gegen Lager) zu den Auswirkungen der
G8Ausbeutungspolitik insgesamt. Andererseits wurde das
Themenfeld globale Bewegungsfreiheit im
Spannungsverhältnis zu protektionistischen
Sozialstaatsmodellen angesprochen. Diese Debatte
sollte im Zuge der kommenden Mobilisierung
insbesondere gemeinsam mit GewerkschafterInnen
vertieft diskutiert werden. Anknüpfend an die bereits
begonnene Debatte begreifen wir den Aufruf des
NoLagerNetzwerkes als wichtigen (aber keinesfalls
einzigen) Bezugspunkt. Auf der Basis einer
Bestandsaufnahme bisheriger Erfolge bzw. Misserfolge
migrationspolitischer Aktionstage bei vergangenen
Gipfelmobilisierungen wollen wir über folgende Fragen
diskutieren:
- Was sind unsere Forderungen und was können wir der
herrschenden Debatte über Zuwanderung und Integration
entgegensetzen?
- Welches Motto soll die migrationsbezogene
Mobilisierung haben? Ansatzpunkte?
- Wer sind weitere BündnispartnerInnen und wie können
wir sie einbeziehen?
- Wie können wir den Zusammenhang zwischen den
G8Treffen und Migration und Flucht vermitteln?
- Welche Ideen gibt es, Brückenschläge zu
migrationsbezogenen Gruppen in afrikanischen Ländern
herzustellen (vgl. unter anderem die Erklärung
WSF/Bamako)?
- Welche Zusammentreffen und Aktionen bieten sich an,
unser Anliegen sichtbar und diskutierbar zu machen?
- Wie können wir Kontinuität in den weiteren
Planungsverlauf bringen?

Es laden ein: FelS, NoLager Bremen, kein mensch ist
illegal Hanau und viele andere...