Pressemitteilung vom 22.11.2006 (anlässlich Fortsetzung des Streiks in Bramsche)
NoLager-Netzwerk
Sonstige Informationen zu Bramsche und Blankenburg (OL) sind auf www.nolager.de zu finden
22.November 2006
Kantinenboykott im Flüchtlingslager Bramsche-Hesepe wird fortgesetzt-
Flüchtlinge fordern humane Unterbringung
Die Bewohner und Bewohnerinnen des Flüchtlingslagers Bramsche-Hesepe
(ZAAB Oldenburg - Außenstelle Bramsche) setzten heute den Boykott des
Kantinenessens fort. Es beteiligten sich ca. 100 Flüchtlinge, die durch
UnterstützerInnen alternativ mit Lebensmitteln versorgt wurden. Die
bereitgestellten Lebensmittel wurden hauptsächlich von Märkten und
Landwirten aus der Region gespendet.
Mit der Verweigerung des Kantinenessens unterstreichen die Flüchtlinge
ihre Forderungen nach humanen Lebensbedingungen, die auch eine
unabhängige Essensversorgung betreffen. "Wir wollen für uns selber
kochen", begründet eine Bewohnerin des Lagers ihre Teilnahme am
Boykott.
Weiterhin schließen sie sich damit den Forderungen an, die während des
Streiks der Flüchtlinge in der ZAAB Oldenburg erhoben wurden und
verweisen darauf, daß Bramsche eine Außenstelle der ZAAB Oldenburg ist.
Mit dem Boykott in Bramsche-Hesepe fordern die Flüchtlinge, daß die
Außenstelle in die Gespräche, die nach dem Streik in Oldenburg
angekündigt wurden, mit einbezogen wird. Zumal sich die
Lebensbedingungen in beiden Lagern sehr ähnlich sind.
