berlin

Prügel im Abschiebeknast jetzt amtlich

TORSTEN GELLNER (2006)

Erstmals hat ein Berliner Richter bestätigt, dass Häftlinge im
Abschiebegewahrsam Köpenick misshandelt werden. Ein Beamter schlug dem
Ghanaer Peter G. mit der Faust ins Gesicht. Der Flüchtlingsrat begrüßt

Solidaritätsdemo zum Berliner Abschiebeknast

(2005)

Solidaritätsdemonstration zum Abschiebeknast Grünau am Samstag 7. Mai 2005 in Berlin

Am 7. Mai 2005 versammelten sich zwischen 150 und 200 Menschen am S- Bahnhof Spindlersfeld in Berlin Köpenick um ihrer Solidarität mit den 17 Hungerstreikenden in dem Berliner Abschiebeknast Grünau / Berlin Köpenick Ausdruck zu verleihen und ihre Wut gegen das unmenschliche Abschieberegime der BRD gegen die Mauern zu schreien.

PRESSEMITTEILUNG: Hungerstreik im Abschiebegefängnis Berlin/Köpenick

(Berlin, den 29.4.2005)

Initiative gegen Abschiebehaft/Antirassistische Initiative e.V.

Proteste richten sich vor allem gegen die langen Haftzeiten und
Misshandlungen

Aktuell 16 Männer verweigern seit dem 18. April in der Abschiebehaft in der Grünauer Straße jegliche Nahrungsaufnahme, um sich gegen die

Anti-Lager-Action-Tour: Infos zu Berlin

(2004)

Wer "zur Ausreise verpflichtet ist", aber Deutschland nicht verlassen kann oder will, kann dazu gezwungen werden – auch unter Einsatz von Gewalt. Jedes Jahr werden über 50.000 Menschen vom Bundesgrenzschutz abgeschoben. Zur Durchsetzung der "Ausreisepflicht" sieht das deutsche Ausländergesetz darüber hinaus ein spezielles Mittel vor, die so genannte Sicherungshaft. Damit die Abschiebung – ein behördlicher Verwaltungsakt – leichter durchgeführt werden kann, können diese Menschen vor der Abschiebung bis zu 18 Monate festgehalten werden. Diese lange Inhaftierung verbringen sie in einem Gefängnis, obwohl sie keine Art von Gesetzesverletzung begangen haben, die sonst für eine Inhaftierung als Grundlage genommen wird. Sie werden überwiegend auf den pauschalen Verdacht hin, dass sie sich der andernfalls der Abschiebung entziehen würden, festgenommen.

Flüchtlingsheime in Berlin

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Tobias Höpner (2004)

Die Standortwahl für Flüchtlingsheime in Berlin
und die sich daraus ergebende stadträumliche Situation der Unterkünfte im Kontext der Flüchtlingspolitik

Berlin: Massenproteste im Abschiebeknast

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Presseerklärung der ARI Berlin (2003)

Hungerstreiks, Suizide, Selbstverletzungen

Einer der größten Massenproteste in einem deutschen Abschiebeknast hat Anfang 2003 in Berlin-Köpenick stattgefunden. In mehreren Etappen befanden sich bis zu 100 Gefangene im kollektiven Hungerstreik, 17 Selbstverletzungen und 26 Suizidversuche von Internierten waren zu verzeichnen. Die Ende Januar begonnenen Massenproteste ebben Anfang März zunächst ab, doch kommt es weiterhin zu Suizidversuchen und Selbstverletzungen. Von behördlicher Seite sind bislang nur minimale Veränderungen der Haftbedingungen zu beobachten: Beginn der Entfernung der Innengitter in den Zellen; geplant ist, die Trennscheiben in den Besucherräumen zu entfernen und es gibt eine vage Zusage, Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Eine wesentliche Forderung der Proteste blieb jedoch unbeantwortet: die langen Haftzeiten.

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