presseartikel/press articles

ngo-online internetzeitung 21.9. (www.ngo-online.de)

"Jenseits demokratischer Öffentlichkeit"
"Inspektion" des Abschiebelagers Bramsche-Hesepe angekündigt

Das Komitee für Grundrechte und Demokratie ruft zum 24. September in Kooperation mit einem "No-Lager-Netzwerk" zu einer Demonstration und "gewaltfreien öffentlichen Inspektion" des Rückführungs- und Abschiebelager Bramsche-Hesepe auf. In dem Lager bei Osnabrück leben derzeit offenbar rund 500 Menschen, die nach Einschätzung der Asylbehörden keine Aussicht auf ein Bleiberecht in Deutschland haben. Deshalb sollen sie lagerverbracht zur "freiwilligen Ausreise" überzeugt werden, schreibt das Grundrechtekomitee. Dazu werde vorsätzlich "ein Klima existenzieller Ausweglosigkeit" geschaffen. Die Möglichkeiten der Flüchtlinge, das eigene Leben aktiv zu gestalten, seien stark eingeschränkt. "Sie sind über Monate auf ein bloßes Leben in dauernder Unsicherheit zurückgeworfen; sie harren in Ungewissheit, wie über ihr Fluchtschicksal entschieden wird. Sie leben zudem in permanenter Angst, zwangsweise abgeschoben zu werden" meint das Komitee für Grundrechte und Demokratie. Das Lagerleben mache die Menschen "nachweislich krank".

Neues Deutschland vom 17. 9.

Grundrechte-Komitee inspiziert Abschiebe-Lager

"Flüchtlinge in Bramsche werden isoliert und ausgegrenzt"

Von: Raimar Paul

Mit einer "öffentlichen gewaltfreien Inspektion und Demonstration" wollen das Komitee für Grundrechte und Demokratie und das No-Lager-Netzwerk am 24. September gegen das Abschiebelager im niedersächsischen Bramsche protestieren.

Artikel: NoLager-Zeitung Nr. 2

|

Die NoLager-Zeitung lag der bundesweiten taz vom 9. September bei:

EU setzt auf Lagerpolitik

Widerstand wächst: Aktionstour gegen das Europäische Lagersystem

Bereits seit mehreren Jahren organisiert das bundesweite NoLager-Netzwerk Aktionen gegen die zwangsweise Un terbringung von Flüchtlingen und papierlosen MigrantInnen in Lagern. Am 24./25. September ist es wieder so weit: Zusammen mit dem Komitee für Grund rechte und Demokratie soll es zwei Tage lang an mindestens drei Orten praktisch und entschlossen zur Sache gehen. Geplant sind unter anderem eine Demo (inklusive öffentlicher Inspektion) zum Abschiebelager Bramsche-Hesepe/Niedersachen sowie Aktionen am Ein- und Ausreiselager Horst bei Boizenburg und in Schwerin/Mecklenburg-Vorpommern. Auch wenn im Zentrum unseres Protests konkrete Lager stehen, wir haben stets die Entwicklung des Europäischen Lagersystems insgesamt im Blick. Damit meinen wir den Umstand, dass derzeit in - innerhalb und außerhalb der EU mit hohem Tempo ein System unterschiedlicher, sich wechselseitig ergänzender Lager hochgezogen wird. Hierzu gehören erstens Flücht lingsauffanglager vor den Toren der EU, etwa in der Ukraine, Libyen oder Tunesien; zweitens große Lagerkomplexe unmittelbar an den EU-Außengrenzen, an der polnischen Ostgrenze zur Ukraine genauso wie auf der italienischen Insel Lampedusa oder den Kanarischen Inseln (Spanien); sowie drittens unterschiedliche Lager innerhalb der einzelnen EU-Länder. Isolation ist das Grundprinzip sämtlicher die ser Lager – ganz gleich ob diese in der Libyschen Wüste, in den Wäldern Meck lenburg-Vorpommerns oder im Industriegebiet westdeutscher Großstädte liegen. Denn je stärker Flüchtlinge und papierlose MigrantInnen isoliert bzw. sozial ausgeschlossen sind, d.h. je spärlicher ihre Kontakte zur ansässigen Wohnbevölkerung, zu migrantischen Com munities, RechtsanwältInnen oder politischen

Osnabrücker Land vom 18.08.2005

Aufnahmebehörde: Demonstration ja, Inspektion nein

Hesepe (juk)

Ein gutes Jahr, nachdem die "Anti-Lager-Action-Tour" Station an der
damaligen Landesaufnahmestelle (LaSt) Hesepe gemacht hat, bekommt die

Ostseezeitung vom 27.08.2005

Grüne protestieren gegen zentrales Abschiebelager

Das Innenministerium wies die Vorwürfe vehement zurück.
Grüne protestieren gegen zentrales Abschiebelager
Schwerin (dpa) Die Grünen in MV protestieren gegen das nach ihrer

Syndicate content