abschiebegefängnisse/deportation prisons

Abschiebehaft (Schwerpunkt Deutschland): weitere Adressen im Netz

Eine nicht mehr ganz aktuelle, aber immer noch hilfreiche Liste mit links in Sachen Abschiebehaft befindet sich unter:

www.aktivgegenabschiebung.de/links_haft.html

Ebenfalls empfehlenswert ist folgende Adresse:

www.abschiebehaft.de

Privatisierung von Abschiebebetreuung in Büren, Deutschland

|

(2004)

Seit dem 1.1.2003 wird die psychosoziale Betreuung der Abschiebehäftlinge in Büren, dem größten Abschiebeknast in Deutschland (nur für Männer, Anm.), durch die private Firma European Homecare EHC (vormals Kote & Mrosek) durchgeführt. Zuvor war dies jahrelang Aufgabe des Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Büren: Abschiebeknast und Billiglohnfabrik

(2004)

Dokumentation des Aufrufes zu einer bundesweiten Demonstration gegen Abschiebe Maschinerie und kapitalistische Verwertungslogik beim größten Abschiebe Gefängnis Deutschlands am 3. Oktober 2004 um 13.00 Uhr in Büren, an der sich ca. 500 Leute beteiligten.

Das Lager mit der Zelle 2008

| |

In Eisenhüttenstadt steht der Abschiebeknast gleich neben der Zentralen Erstaufnahmestelle für Asylbewerber. martin kröger (text) und tim zülch (fotos) haben sich dort umgesehen (2004)

Fahndungsmäßige erste Überprüfung!« Keine Widerrede, Sie befinden sich 30 Kilometer von der Staatsgrenze entfernt. »Dass wir Ihre Personalien kontrollieren, ist ganz normal«, sagt der Beamte des Bundesgrenzschutzes unwirsch, bevor er mit den eingesammelten Ausweisen in Richtung seines Dienstfahrzeugs marschiert, um telefonisch die Dokumente in der Zentrale überprüfen zu lassen.

Abschiebeknast Bremen: Frauen vergewaltigt

(2003/04)

Was ist passiert?

Mindestens vier Frauen sind in Bremen Ende der 90er Jahre in der Abschiebehaft von Polizeibeamten vergewaltigt worden. Eine der Frauen meldete das Verbrechen gegenüber der Polizei, die Ermittlungen wurden jedoch nach kurzer Zeit eingestellt. Alle Frauen, die der sexualisierten Gewalt durch die Polizisten ausgesetzt waren, wurden danach abgeschoben. Der Täter blieb jahrelang an gleicher Stelle im Dienst.

Berlin: Massenproteste im Abschiebeknast

|

Presseerklärung der ARI Berlin (2003)

Hungerstreiks, Suizide, Selbstverletzungen

Einer der größten Massenproteste in einem deutschen Abschiebeknast hat Anfang 2003 in Berlin-Köpenick stattgefunden. In mehreren Etappen befanden sich bis zu 100 Gefangene im kollektiven Hungerstreik, 17 Selbstverletzungen und 26 Suizidversuche von Internierten waren zu verzeichnen. Die Ende Januar begonnenen Massenproteste ebben Anfang März zunächst ab, doch kommt es weiterhin zu Suizidversuchen und Selbstverletzungen. Von behördlicher Seite sind bislang nur minimale Veränderungen der Haftbedingungen zu beobachten: Beginn der Entfernung der Innengitter in den Zellen; geplant ist, die Trennscheiben in den Besucherräumen zu entfernen und es gibt eine vage Zusage, Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Eine wesentliche Forderung der Proteste blieb jedoch unbeantwortet: die langen Haftzeiten.

Syndicate content