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Autonome Hintereingänge in die Festung Europa?! Antirassistische Perspektiven in Sachen G8-2007

Autonome Hintereingänge in die Festung Europa?! Antirassistische Perspektiven in Sachen G8-2007

Ist von Flucht bzw. Migration die Rede, durchzieht die (antirassistische) Linke bereits seit Jahren ein tiefer Riss: Während die einen von der „Festung Europa“ sprechen und vornehmlich das immer ausgeklügelter organisierte Grenz-, Lager- und Abschieberegime attackieren, favorisieren andere das Konzept der „Autonomie der Migration“ als archimedischen Bezugspunkt. Demnach dürfe nicht aus dem Blick geraten, dass allen Abschottungsbemühungen zum Trotz jährlich mehrere hundertausend Menschen irregulär in die EU einreisen und ihr Überleben unter selbstbestimmten, wenn auch äußerst prekären Bedingungen organisieren würden. Migration sei in diesem Sinne als „sozialer Protagonismus“, d.h. Widerständigkeit zu dechiffrieren, ja sie könne sogar als „erfolgreichste soziale Bewegung“ bezeichnet werden.

Autonomous rear Entrances to Fortress Europe? Antiracist Perspectives in regard to G-8 Summit 2007

Autonomous rear Entrances to Fortress Europe?

Antiracist Perspectives in regard to G-8 Summit 2007

For years there has been a deep divide in the (antiracist) Left when the issue of flight and migration comes up. While one side is talking about „Fortress Europe“ and mainly concentrates on attacking the ever more sophisticated regime of borders, camps and deportations, the other side favors the concept of „autonomy of migration“ as the archimedial reference point. According to this concept one should not fortget that despite all efforts to close the borders each year hundreds of thousand people enter the European Union on an irregular basis who organize their survival under self-determined, however rather precarious conditions. Migration therefore should be deciphered as “social protagonism”, i.e. resilience; it could even be termed the “most successful social movement”.

f.e.l.S. zu Migration als Schwerpunkt- und Klammerthema der G8-Mobilisierung (Januar 2006)

Innerhalb der Mobilisierung gegen den G8 dreht es sich im Rahmen von Dissent! mit den Fragen nach Namen und Bedeutung der Hallmarks darum, so etwas wie eine Identität zu finden und den Charakter der Mobilisierung auszuhandeln. Über diese zwei Punkte hinaus besteht, wie sich in Hamburg abzeichnete, die Frage nach der Struktur der Mobilisierung. Wir wollen an dieser Stelle nun einen Beitrag zur inhaltlichen Diskussion einbringen.

Glocals Hanau zu Migration und G8 (Oktober 2005)

wir halten die inhaltliche ausrichtung zunächst für die zentrale frage, da davon ja maßgeblich abhängt, wie weit diese g8-mobilisierung tatsächlich das potential hat "längerfristige struktureffekte" zu entfalten, wie ihr es nennt. wichtig ist uns, schwerpunkte herauszudiskutieren, entlang derer sich verschiedene gruppen und spektren aktiv in die mobilisierung einbringen werden. was sind dazu die ersten überlegungen der einzelnen? wo gibt es schon anklingende gemeinsame interessen? wo bietet sich die möglichkeit über diese mobilisierung verschiedene themenstränge miteinander in bezug zu bringen? die von euch aufgezählten beispiele (wasserprivatisierung sowie arbeit und migration) erscheinen uns ziemlich willkürlich benannt und sie waren ja vielleicht sogar so gemeint - um klärung herauszufordern.

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